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Vorbereitung

„ .... und wer sich nicht bewegt spürt seine Ketten nicht “

 


Vorbereitung auf den MdS


Krafttraining
- vor dem MdS – Dezember bis März, 1 – 3 x wöchentlich

kannst du dir vorstellen, mit 30 kg Fliesen in einem alten Alpinrucksack einen Berg hochzugehen um deine Bein- und Rückenmuskulatur zu stärken und vor allem die Reibungspunkte der Rucksackgurte etwas abzuhärten?

Diese Art Kraft zu trainieren ziehe ich einem Training in der Kraftkammer schon darum vor, weil ich dadurch Gelegenheit habe mit meinem Labrador „Kalif“ durch die Wälder zu streifen und dabei noch Höhenmeter zu machen. Nach 1 – 2 Stunden beginnt das Gewicht ganz ordentlich an den Schultern zu reißen und die Nackenmuskeln beginnen zu schmerzen. Wenn dann noch Schnee liegt oder der Frost beißt bekommt die schweißtreibende Schinderei einen Hauch von Abenteuer.

Ein weiterer Vorteil dieser Art zu trainieren liegt darin, die Untergrundverhältnisse des Wüstenlaufes zu simulieren. Gehen im Schnee, tiefen Laub, über Steine und nasse Wiesen kommt den sehr oft instabilen Bodenverhältnissen in der marokkanischen Wüste einigermaßen nahe. Deine Fußfesseln werden es dir danken!

Ausdauertraining - das ganze Jahr, 4 – 5 x wöchentlich

Ein Training nach Plan kann ich mir nicht vorstellen, da ich laufen will wann ich die Lust danach verspüre und so weit, wie ich brauche um mit mir selbst zufrieden zu sein.
Ich laufe zwischen 2.500 und 2.800 km im Jahr – 4 bis 5 mal in der Woche. Es gibt Wochen in denen ich 120 km laufe, aber auch solche mit 30 km. Da ich vorwiegend Bergstrecken laufe, d.h. bei einer 20-km-Runde mache ich ca. 700 Höhenmeter, relativiert sich die genannte Kilometeranzahl.
Meine Liebe zum Berglauf macht mich auf flachen Strecken zwar langsam, kommt mir aber in der Wüste zugute, da ich über längere Zeit mit einem größeren Kraftaufwand laufen kann. Das Laufen im Sand, auf Geröll, Pisten oder in den Dünen ist mit dem Laufen auf befestigten Wegen oder gar Straßen absolut nicht zu vergleichen. Da man beim Aufsetzen nie weiß, ob – und nach welcher Seite – der Fuß beim Abrollen wegdriftet, braucht man wesentlich mehr Kraft um sich vorwärts zu bewegen.

Nach kräfteraubenden Ultraläufen (und dazu zähle ich den MdS, aber auch den K78 in Davos) stellt sich regelmäßig unweigerlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit solcher Extremleistungen ein! Ebenso regelmäßig folgt darauf ein „Zurückschalten“ und das Besinnen auf den „Genuss am Laufen“.
Nach ein paar Wochen, wenn die Füße wieder verheilt und der Körper sich wieder regeneriert hat, kommt es aber wieder – das Ausschau halten nach neuen Extremläufen. Vielleicht nächstes mal der Jungle Marathon in Brasilien???


Wie sagt mein griechischer MdS-Freund aus der Schweiz doch gleich?
„ .... und wer sich nicht bewegt spürt seine Ketten nicht“

 

(c) Marathon des Sables
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